Freilegung und Ergänzung einer illusionistischen Fensterbemalung sowie Restaurierung einer Vorhangmalerei in der Kirche Bornsdorf, Brandenburg.

Der ursprünglich spätgotische Saalbau weißt eine umfangreiche Ausstattung aus dem späten 17. und 18. Jh. auf. Die jüngste Leimfarbenfassung hat eine sehr dekorative Fensterbemalung überdeckt. Die nachtzräglich eingebauten Fenster zu den Herrenlogen wurden über einer Fachwerkkonstruktion mit Stuckornamenten gegliedert. Diese war mit verschiedenfarbigen Marmorierungen bemalt. Fehlstellen in der Stuckatur wurden in Kalk-Gipsstuck ergänzt.

Nach diversen Arbeitsproben konnten die Fenster vollflächig mitttels Heißdampf freigelegt werden. Fehlstellen in der Malschicht wurden mit einer Vollretusche an die Umgebung angepasst.  

Im Altarraum befinden sich zwei steinerne Epitaphe mit Porträtmalereien die jeweils von einer Vorhangmalerei bekrönt werden. Es handelt sich um eine Kalkmalerei auf Putz aus der entstehungszeit der Epitaphe um 1750. Die Malschicht war stark von aufliegendem Staub verunreinigt, löste sich flächig in feinen Schollen vom Putzuntergrund bzw. war bereichsweise stark bindemittelreduziert. Nach der Entfernung von Sicherungspapieren (einer früheren Sicherungsmassnahme) wurde die Malschicht zunächst vollflächig über Japanpapier gefestigt. Nach der Konservierung des Putzuntergrundes konnten Fehlstellen in der Malschicht mit Hilfe einer Vollretusche (etwas heller als des Original) in den Umgebungsfarbton integriert werden. 

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