restaurieren und konservieren

Konservatorische Massnahmen stabilisieren ein bereits geschädigtes Objekt. Dabei sind die Massnahmen auf ein Minimum reduziert und dienen ausschliesslich der Erhaltung. Bei der Konservierung sollte ein Objekt nur so viel wie nötig zu dessen Erhaltung bearbeitet, aber so viele Schadensursachen wie möglich erkannt und beseitigt werden. Massnahmen zur Konservierung eines einzelnen Kunstwerkes oder Gebäudes werden notwendig, wenn beispielsweise die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet ist, die Baumaterialien durch eine Reduzierung des Bindemittels ihre Funktion nicht mehr erfüllen oder Oberflächenverluste zu verzeichnen sind, weil sich Malschichten vom Untergrund lösen.

Restaurierungsmassnahmen verfolgen das Ziel die äusseren Bedingungen, die für die Präsentation verantwortlich sind, zu verbessern und das Eintreten künftiger Schäden zu verlangsamen. Die Massnahmenplanung (Art und Umfang) setzt hier eine möglichst genaue Kenntnis des Objektes und seiner Bau- und Restaurierungsgeschichte voraus. Eingriffe im Rahmen einer Konservierung wecken oft Begehrlichkeiten hinsichtlich des Umfangs, der Lesbarkeit und der Funktion eines Kunst- oder Bauwerkes. Restauratorische Massnahmen können diese zumindest teilweise erfüllen. Der Übergang von Konservierung zu Restaurierung kann in der Praxis mitunter fliessend sein.

 

 

St. Nikolai-Kriche in Luckau, Brandenburg. Technische Gewölbesanierung und Konservierung/ Restaurierung der Oberflächen.

Wir haben nach Mitarbeit und eigenverantwortlicher Arbeit sehr viele Erfahrung in der technischen Gewölbesanierung sammeln können. Nach zwei Grossprojekten (St. Nikolai, Luckau und St. Marien, Berlin) sind wir in der Lage auch baustatisch bedingte Schäden, wie das Absacken eines mittelalterlichen Gewölbeteiles gemeinsam mit Baustatikern zunächst zu sichern und anschließend die Oberflächen restauratorisch bearbeiten zu können.

Vorzustand eines mehrfach gerissenen Rippensteines im mittelalterlichen Gewölbe.

Nach Abnahme von Überputzungen werden alte Reparaturmaßnahmen sichtbar.

Um schadhafte Rippensteine entfernen zu können wurden unter Spannung gehaltene Klammern eingesetzt.

Zustand des mittelalterlichen Gewölbes nach Beendigung der Arbeiten. Die Putzergänzungen wurden in Form einer Retusche der Umgebung angepasst. Die übrigen Gewölbeflächen wurden lediglich gereinigt.